Betreuungsverfügung

Anders als mit einer Vorsorgevollmacht wird durch eine Betreuungsverfügung die Einschaltung des Gerichts zwar nicht vermieden. Mit ihr nehmen Sie Einfluss auf die Auswahl des Betreuers und die Führung der Betreuung. Nehmen Sie alles auf, was von einem eventuell zukünftig bestellten Betreuer beachtet werden soll. Die kann z.B. Ihre Lebensgewohnheiten, den Umgang mit Haustieren, die Auswahl der Wohneinrichtung und vieles mehr betreffen.

Der Betreuer unterliegt gesetzlichen Beschränkungen und der gerichtlichen Überwachung. Darin liegt ein wesentlicher Unterschied zum Vorsorgebevollmächtigten. Die Betreuungsverfügung berechtigt die benannte Person, die als Betreuer vorgeschlagen wurde, noch nicht zum Handeln. Erst die Bestellung durch das Betreuungsgericht gibt ihr die dafür nötige Grundlage. Die Betreuungsverfügung kann zusammen mit einer Vorsorgevollmacht erstellt werden. Dies kann sinnvoll sein, um eine spätere Unwirksamkeit einzelner Punkte in der Vorsorgevollmacht aufzufangen. So kann der Verfügende seine höchstpersönlichen Wünsche ergänzend mitteilen.